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XEN: Kernel für Domain-0 Kompilieren (inclusive Modul für drbd)

Zuerst lädt man das aktuelle Paket mit den XEN-Sourcen, und führt, nachdem man es ausgepackt hat, in dem Ordner den Befehl make mkpatches aus.

Danach erstellt man einen Ordner außerhalb des XEN-Ordners, und entpackt dadrin die Linux-Kernelsourcen die im XEN-Ordner nach dem make mkpatches vorhanden sind.
Bei Bedarf wendet man auf den Source-Tree noch Patches aus dem Verzeichnis patches/linux-2.x.xx/ an, und dann den zuvor erstellten Patch im XEN-Ordner (linux-2.x.xx-xen.patch).

Nun die benötigten Treiber (Netzwerk und IDE & SCSI-Adapter vor allen) & Module (z.B. iptables, NAT ..) auswählen und kompilieren (es empfiehlt sich von der Konfiguration eines laufenden Kernes auszugehen) mit:

make menuconfig ARCH="xen"
make ARCH="xen"
make install modules_install ARCH="xen"

Wenn dabei keine Fehler aufgetreten sind lädt man die aktuellen Sourcen von drbd und kompiliert das Modul gegen die Kernelquellen.
make KDIR=Pfad-zu-den-Kernelsourcen ARCH=xen und make install ARCH=xen kompilieren das drbd-Modul.

Falls das ganze in einem chroot oder in einer XEN-Domain stattfand (empfehlenswert) am einfachsten /boot und /lib/modules/Kernelversion als tar verpacken und auf das Produktivsystem übertragen.
Dabei auch die DRBD-Tools (drbdadm, drbdsetup) nicht vergessen, und beim ersten ‘mal auch die drbd-Initskripte (die man mittels update-rd.d dann noch installieren muss).

Zum Schluss auf dem System die /etc/xenkernels.conf anpassen, update-grub-xen ausführen, und nach einem Neustart sollte das System mit dem neuen Kernel laufen.